Mitten in der Hochsteiermark

29. Juli 2018

Da ich aus der Hochsteiermark komme, weiß ich natürlich was man hier so machen kann, habe es aber noch nie aus dem Blickwinkel eines Gastes gesehen und beim Schreiben dieses Blogeintrags bin ich zum Schluss gekommen, dass man vom Standpunkt Leoben aus echt viel erleben kann. Hier meine absoluten Highlights und Empfehlungen:

Keine halbe Stunde entfernt vom Falkensteiner Hotel & Asia Spa Leoben liegen Bruck an der Mur und Kapfenberg. Hier lohnt sich ein Abstecher ins Weitental. Hier kann man nicht nur wandern und spazieren. Das Besondere ist, dass es hier im Naturschutzzentrum eine Auffangstation für geschützte und verunfallte Wildtiere und einen Abenteuer-Waldspielplatz gibt. Von hier aus starten Wanderungen zum Beispiel auf den Brucker Hochanger oder auf die Schweizeben. Wer es lieber gemütlicher mag spaziert über eine natürliche Kneippanlage zur „kalten Quelle“.


Wenn wir jetzt in dieser Gegend bleiben, lohnt sich noch ein Besuch auf der Burg Oberkapfenberg. Hier kann man an einem Ritteressen teilnehmen oder bei einer Flugvogelschau dabei sein und hinauf zu Lorettokapelle wandern.  Eines der bekanntesten Ausflugsziele in der Region ist der Grüne See. Dieser ist unter Naturverliebten längst kein Geheimtipp mehr. Jedem, der dieses Naturjuwel noch nicht besucht hat kann ich nur wärmstens empfehlen Richtung Tragöß zu fahren. 

Wenn man von Kapfenberg ein bisschen weiterfährt in Richtung Mürztal gibt es in St. Marein im Mürztal eine Abzweigung auf einen ganz besonderen Berg – den Pogusch. Wer ein bisschen prominente Höhenluft schnuppern möchte, fährt hinauf und trinkt ein Gläschen „rotes Blut“ im berühmten Restaurant Steirereck. Mit etwas Glück kann man hier den ein oder anderen Prominenten entdecken - die, die sich gar nicht scheuen erkannt zu werden kommen mit dem Helikopter. Wem der Trubel im Lokal zu viel wird macht sich auf den Weg und erkundet den Bründlweg, der seinen Namen nicht von ungefähr bekommen hat. Unzählige längere und kürzere Wanderwege führen rund um den Pogusch und immer wieder kommt man an kleineren und größeren Brunnen vorbei.

Mein persönliche Lieblingsrunde führt vom runden Tor (dem Hintereingang vom Bründlweg, rechts vom Parkplatz aus) auf der Forststraße hin zur Stieglitz Hütte auf ein schnelles Achterl, weiter zum Himmelreichbauer auf das beste Stück Cremeschnitte überhaupt und dann hinauf zur Himmelreichkapelle, um dort die Ruhe zu genießen. Abschließend durch den Wald wieder hinunter zum Parkplatz. Das ist eine kurze Variante des Weges, ohne Pausen ist er in eineinhalb Stunden gut zu schaffen.

Wem das alles ein bisschen zu viel Natur ist, dem kann ich einen Ausflug in die Landeshauptstadt empfehlen. Graz ist von Leoben aus in einer dreiviertel Stunde mit dem Auto erreichbar und lässt keine Wünsche offen: Kultur im Kunsthaus (das von den Einheimischen liebevoll „die Niere“ genannt wird), wunderschöner Ausblick vom Schlossberg aus oder Flanieren durch die Herrengasse. Graz ist für Genießer ein absolutes Muss.

Wenn ihr schon in der Gegend seid, möchte ich euch noch einen Ausflugstipp mit auf den Weg geben: Mariazell. Natürlich bekannt als Wallfahrtsort und für seine Basilika. Aber mein absolutes Highlight in der Umgebung ist der Hubertussee. Absolute Ruhe und Natur in ihrer reinsten Form. In einer guten Stunde erreicht man Mariazell und dann ist es nur noch ein Abstecher zu diesem wunderschönen See inmitten der Mariazeller Alpen.

Ich könnte noch weiter und weiter schreiben. Mautern der wilde Berg, der Wipfelwanderweg in Rachau, Spielberg, der Erzberg und der Leopoldsteinersee, Museumsbesuch im Leobner Stadtmuseum oder im Gösseum mit Bierverkostung. 
Abschließend möchte ich mit mit auf den Weg geben – warum in die Ferne schweifen wenn das Gute liegt so nah!
 

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