F&B, MEP, Traces, Take Care – ein Einblick in das Fremdwörterbuch der Hotellerie

08. April 2018

Nichts als Abkürzungen und Fremdwörter innerhalb der Hotellerie. Englisch, Deutsch, Französisch und nur einzelne Buchstaben. Es kann schon manchmal sehr verwirrend werden bei uns, vor allem wenn man nicht aus der Hotellerie kommt und nur Bahnhof versteht. Ich habe mich mit zwei F&B Experten, oder besser gesagt Food & Beverage Experten, getroffen und mich über unsere gängigen Abkürzungen informiert.

Christian Schrödl ist unser F&B Manager in unserem Falkensteiner Schlosshotel Velden und seit April 2017 Teil von Falkensteiner. An seine Initiativbewerbung erinnere ich mich noch sehr gut, denn ich war die erste Person die seinen CV in den Händen hielt (natürlich nur bildlich gesprochen denn die Bewerbung habe ich per Mail erhalten).

Es war damals ein sehr spezieller Recruitingprozess, denn Christian arbeitete in Asien und nicht jede meiner Mail hat es auch wirklich bis dort hin geschafft. Trotz dieser Kommunikationsschwierigkeiten konnten wir ein Skype-Interview für eine Position in Velden vereinbaren und er startete kurz nach seiner Rückkehr nach Europa als Restaurant Manager im Restaurant Seespitz in Velden. 

Sein aktueller F&B Trainee Julian Wilhelm startet zuerst als Commis de Rang im Schlosshotel bevor er zum Trainee befördert wurde und nun eine spezielle Ausbildung im F&B Bereich genießt.

Bereits mit 18 Jahre hat er im elterlichen Restaurant in Bayern gestartet und hatte große Freude mit und für Menschen zu arbeiten, erzählt er mir. „Den Gästen ein Lächeln ins Gesicht zaubern“, das ist das Schönste für Julian. Bevor es ihn ins schöne Österreich zog, absolvierte er noch die Ausbildung zum Hotelfachmann in einem 5* Betrieb in Baden-Baden. 

Das wichtigste für den F&B Bereich ist MEP, erzählt mir Christian. „Ohne MEP würde die Gastronomie bzw. die Abteilung F&B gar nicht funktionieren“.

Eine Abkürzung für das französische Mise en Place, also alles an den richtigen Ort bereitstellen, versuche ich zu übersetzen. Sei es ein perfekt eingedeckter Tisch oder auch dass alle Arbeitsutensilien in der Küche optimal angeordnet sind. Ebenfalls werden Traces regelmäßig erstellt.

Das bedeutet, dass in einem System Nachrichten zu einzelnen Gästen angelegt werden, um etwas Festzuhalten – wie ein Logbuch für die Hotellerie. Somit weiß das Team von Falkensteiner Schlosshotel Velden welche speziellen Wünsche unsere Gäste haben. Take Care werden jene Gäste genannt, um die sich unsere Experten besonders kümmern müssen, sei es aufgrund von besonderen Bedürfnissen oder besonderen Vorlieben. 

Eine Sprache, die einen reibungslosen Arbeitsablauf im Hotel gewährleistet. Denn diese Ausdrücke werden im Übergabeboard an die nächsten Mitarbeiter weitergegeben, damit jeder informiert ist.

Julian kommt immer 10 Minuten vor seiner offiziellen Arbeitszeit ins Schloss und nutzt diese Zeit um sich über Traces, VIP-Listen, Besonderheiten bestimmter Gäste und Take Cares zu informieren, bevor es in das jeweilige F&B Outlet an die Arbeit geht. 

Warum beide in der Hotellerie arbeiten? „Jeder Beruf ist mit Höhen und Tiefen verbunden, aber in keinem Beruf kann man so einfach die Welt bereisen und findet überall problemlos einen Arbeitsplatz der zugleich mit Spaß verbunden ist“, erklärt mir Julian. Das schönste für ihn ist, dass er immer wieder neue Highlights miterleben darf. Sei es in Form von besonderen Events die im Schlosshotel stattfinden, oder dass er unterschiedlichste Gäste und auch Spitzenköche persönlich kennenlernen darf.

Für Christian gibt es keinen typischen Arbeitstag, denn jeder Tag ist anders und einzigartig. An jedem Tag erlebt er etwas Neues und lernt jeden Tag dazu und das ist das besondere für ihn. 

Vielen Dank an Christian und Julian für diese kompakte Einschulung in die wichtigsten F&B Abkürzungen und ich wünsche unseren F&B Experten für die kommende Sommersaison alles Gute!
 

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