Der Rock@Man am Erzberg

11. August 2018

Ich bin ja die Unsportlichkeit in Person vor allem was Laufen anbelangt. Ich würde ja gerne aber ich bin einfach zu faul. Da wir heuer zum zweiten Mal den Rock@Man Dirtrun bei den Krone Adventure Days am Erzberg mit einem Hindernis gesponsert haben, war ich trotzdem mit von der Partie. Aber nur als begeisterte Zuschauerin. Und was soll ich sagen, live bei einem Sportspektakel wie diesem dabei zu sein hat schon einiges für sich, vor allem wenn es so gut organisiert ist wie am Erzberg.

Der Tag hat um 09:00 bei mir zu Hause in Kapfenberg gestartet. Da wir schon darauf hingewiesen wurden, dass es derzeit in Eisenerz eine Baustelle gibt und es daher zu Verzögerungen kommen kann und ich ja lieber viel zu früh als viel zu spät irgendwo bin, haben wir dann noch zwanzig Minuten gewartet bis wir mit der Erzbergbahn von Vordernberg gestartet sind. Die Fahrt in der nostalgischen  Bahn führt im gemütlichen Tempo bis zum Erzberg, wo schon ein Hauly auf uns gewartet hat. Mit diesem fünf Meter hohen, fünf Meter breiten und sieben Meter langen Ungetüm ging es dann über Stock und Stein bis zum Veranstaltungsgelände.

Am Gelände angekommen wurde uns dann alles gezeigt (mitunter am wichtigsten: wo gibt’s was zum Essen) und schon wurden wir zum Start geleitet damit wir ja nichts versäumen. Mit einer live-Start-Sprengung hat der Dirtrun begonnen. Die Mutigsten nahmen die Strecke mit 24 Kilometer und starteten um 10:00 morgens. Die Startblöcke für die 16 Kilometer durften ab 11:30 Uhr auf die Strecke und die kürzeste Distanz (aber nicht minder anstrengend) mit acht Kilometer folgte ab 14:00 Uhr. 

Den „Falkensteiner Lido“ wie sich unser Hindernis nannte, mussten alle Läufer durchkriechen und war das erste von insgesamt 36 die es zu bewältigen galt. Die Zuschauer, darunter ich, wurden bequem mit Shuttlebussen zu den Zuschauer-Hotspots gebracht und wieder abgeholt. 

Hier nun Einblicke zu den verschiedenen Hindernissen:

Der Falkensteiner Lido H01

Antenne Steiermark Moonwalk H12: hier wurden die Läufer mit Sandsäcken beladen um einen Teil der Strecke auf Kies zu meistern.

Post Schwimmpaket: hier hatten die Läufer entweder die Wahl durch Schlamm zu waten oder zu versuchen es auf den schwimmenden Inseln trocken an Land zu schaffen

Gösserrunde L1: 1,2 Kilometer mit einer vollen Bierkiste (Frauen wurden nur halb beladen) um den linken Teich – ohne Flaschenöffner!

Hangover H17: das Polizeihindernis mussten alle durchhanteln und die 16 und 24 Kilometerläufer mussten dann am Rückweg auch noch in die Schlammpfütze springen, zur Abkühlung 

Erzbergspitz und Labestation X9: der Höchste Punkt für die 24 Kilometer, zur Stärkung gab es Bananen, Gummibärli und Saft

Abenteuer Erzberg Haulys H34: Kurz vorm Ziel nochmal rauf auf den Hauly

Um einen Einblick in die Härte dieses Laufes zu geben, hab ich hier den Streckenplan vom Rock@Man Dirtrun.

Was soll ich sagen: ich bin schon beim Zuschauen ins Schwitzen gekommen (und ich bin von Hindernis zu Hindernis gegangen und nicht gelaufen)! Meine Volle Bewunderung an jeden einzelnen der diesen Berg bezwungen hat. Das ganze Spektakel dauerte heuer das erste Mal zwei Wochenenden lang und startete am 21. und 22.7. mit dem Erzberg Lauf und Walk (bei angenehmeren Temperaturen) und am Sonntag mit dem zum ersten Mal stattgefundenen Climb&Glide. Am Wochenende darauf der Rock@Man Dirtrun und die Up&Down MTB Challenge. Und ein großes Dankeschön auch an TIQA für die hervorragende Organisation und die Einladung – wir freuen uns auf nächstes Jahr!

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